Ansehen, was wir essen

Hirn in Apfel
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Liebe Freunde der Bremer Bio-Manufaktur,

was ist drin in unserem Essen? Das ist eine Frage, die Verbraucher zunehmend interessiert. Bei der Bremer Bio-Manufaktur ist die Frage relativ einfach zu beantworten, da wir nicht nur ständig daraufhin kontrolliert werden, ob wir noch den EU-Bio-Standards genügen (vgl. die Beiträge „Warum Bio?“ und „Bio kontrolliert„), sondern weil wir zusätzlich jedes Vorprodukt, jeden Lieferanten und jeden Produzenten zu allen unseren Produkten veröffentlichen.

Natürlich werden andere lebensmittelproduzierende und -verarbeitende Betriebe ebenfalls kontrolliert. Allerdings zu wenig. Das ist kein böser Wille, es gibt einfach nicht genug Kontrolleure. Nun kann man nach mehr Kontrolleuren rufen, aber die müssen bezahlt werden und zwar von Ländern und Kommunen, die zum Teil unter großer Geldnot leiden und auch mehr Polizisten, Kinderbetreuer, Pflegepersonal und Sozialarbeiter gut vertragen könnten.

Darüber hinaus ist nicht alles gegen das Gesetz, was wir als Verbraucher lieber vermieden. Gequälte Tiere, Fleisch, Obst und Gemüse mit Chemikalienbelastungen etc., all das wird auch durch unsere Gesetze nicht vollständig verhindert und wahrscheinlich nie vollständig zu verhindern sein. Da helfen auch zusätzliche Kontrolleure nicht.

Nun könnte man meinen, Gesetz oder nicht, wir müssen ja nicht essen, was uns nicht gefällt. Das Problem ist nur, dass wir zumeist nicht beurteilen können, ob wir mit der Produktion eines Lebensmittels einverstanden sind oder nicht. Denn der Produktionsprozess wird häufig nicht transparent gemacht oder sogar bewusst verschleiert. Das Wiesenhof-Logo z.B., mit dem umgrünten Fachwerkportal, suggeriert eine bäuerliche Landwirtschaft, wo in Wahrheit industrielle Massentierhaltung stattfindet. Und zwar im Verborgenen, denn die riesigen Mastställe werden abgeschottet, die Öffentlichkeit nicht zugelassen. Und der Unternehmer hat ja das Hausrecht und kann die Öffentlichkeit nach eigenem Belieben draußen halten.

Oder nicht?

Natürlich gibt es Aktionen von Tierschützern, die in solche Ställe eindringen, filmen und fotografieren und die Organisation dadurch unter Druck setzen. Aber ist das nicht illegal und damit im Grunde abzulehnen?

Wir mögen solche Aktionen vielleicht befürworten, die Menschen sogar bewundern, die sich ja für den guten Zweck dem Risiko einer Strafverfolgung aussetzen; aber man sollte nicht vergessen, dass die Aufforderung sich an Gesetze zu halten, auch eine moralische Komponente hat. Denn wir erwarten ja von anderen Menschen, dass sie sich auch dann an die Gesetze halten, wenn sie ihnen nicht zustimmen. Z.B. erwarten wir von einem antisemitischen Taxifahrer, dass er der Beförderungspflicht auch bei jüdischen Fahrgästen nachkommt. Wenn wir aber von anderen erwarten, dass sie gegen ihre Überzeugung gemäß gesetzlichen Vorschriften handeln, müssen wir das nach dem moralischen Verallgemeinerungsgrundsatz auch von uns selbst verlangen. Ausnahmen für die eigene Person oder Gruppe zu verlangen ist offensichtlich nicht konsensfähig, solange man anderen solche Ausnahmen weiterhin verbieten will.

Solch eine Argumentation hatte sicher der Geflügelzüchter Kartzfehn im Auge, als er kürzlich gegen die Veröffentlichung von Fotos von gequältem Geflügel aus seinen Ställen u.a. mit dem Satz reagierte: „Außerdem müssen die Aufnahmen widerrechtlich in unseren Ställen entstanden sein, vermutlich wurde in die Farmen eingebrochen“.

Allerdings besteht Moral nicht aus einer sturen Anwendung von Grundsätzen. Es mag gute Gründe für Ausnahmen geben und diese Gründe müssen dann natürlich mitbeachtet werden.

Der Argumentationstheoretiker Stephen Toulmin hat dazu ein berühmtes Argumentationsschema entwickelt, das ungefähr wie folgt aussieht:

F——————————— x — C

|                                |

W                            Q

|

B

In diesem Schema steht das F (facts) für die Situationsbeschreibung (z.B. das Eindringen in eine geschlossene Stallanlage), das W (warrants) steht für Grundsätze (z.B. den Grundsatz, sich an das Gesetz halten zu müssen) wobei das B (backings) die Stützargumente für diese Grundsätze symbolisiert (wie z.B. mein obiges Taxifahrerargument). Das C (claim oder auch conclusio) steht für den Schluss oder die These, die man aus dem Vorangegangenen gewinnt.

Für ein stures Anwendungsschema nach Art des klassischen Syllogismus („alle Menschen sind sterblich“, „Sokrates ist ein Mensch“, also: „Sokrates ist sterblich“) genügt das. Auf den Tierschützerfall angewandt: dass jemand widerrechtlich in eine geschlossene Stallanlage eingedrungen ist – denn es handelt sich ja um einen Hausfriedensbruch -, wäre die Faktenlage (F). Der Grundsatz „halte dich an das Gesetz“  wäre ein Fall von W, mein Taxifahrerargument wäre B, so dass im Grunde nur geschlossen werden könnte, dass die Tat moralisch nicht in Ordnung ist („alle Rechtsbrüche sind unmoralisch“, „Hausfriedensbruch ist ein Rechtsbruch“, also: „Hausfriedensbruch ist unmoralisch“).

Wie man sieht, hat Toulmin aber noch zwei weitere Symbole verwendet, nämlich x und Q. Letzteres steht für mögliche Ausnahmebedingungen (qualifications), ersteres für den Fall, dass Q in Anspruch genommen werden kann.

Und hier wird es interessant, denn es stellt sich die Frage, ob in unserem Fall solche Bedingungen greifen. Natürlich gibt es ziemlich klare Fälle, wo Ausnahmebedingungen anerkannt werden müssen. Durfte Stauffenberg den Grundsatz „du sollst nicht morden“ gegenüber Hitler brechen? Hitler war dabei, ziemlich viele wehrlose Menschen umzubringen, das dürfte als x genügen.

Vielleicht kann man grundsätzlich sagen, dass Ausnahmebedingungen anerkannt werden können, wenn sie in einem öffentlichen Diskurs rational begründet werden können, denn damit werden sie den Grundsätzen (Toulmins W), die diesen Test ja doch auch bestehen müssen, sozusagen ebenbürtig.

Hier ein Formulierungsvorschlag des Philosophen Bernard Gert:

“Everyone (including myself) is always to obey the rule
‘Obey the Law’ except when a fully informed, impartial rational person can publicly allow violating it.“

Das Publizitätsgebot („can publicly allow“) und das Unparteilichkeitsgebot („impartial“) stellen sicher, dass Ausnahmen nicht nur für die eigene Person oder Gruppe erlaubt werden (vgl. oben mein Taxifahrerbeispiel), die vollständige Information stellt sicher, dass die Faktenlage (F und x im Toulmin-Schema) auch richtig gewürdigt wird. Das Rationalitätsgebot soll die Irren aussortieren – z.B. einen Massenirrsinn, wie den Nationalsozialismus.

Es hängt viel davon ab, wie man die verwendeten Begriffe füllt, und Gert hat zu diesem Thema mehrere dicke Bücher geschrieben, aber ich hoffe es wird deutlich, wie ein toulminsches „x“ aussehen kann.

Im Falle unserer Tierschützer kann man jetzt argumentieren: ja, es hat ein Rechtsbruch stattgefunden und ja, ein Rechtsbruch ist normalerweise moralisch fragwürdig, aber in diesem Falle liegen Bedingungen vor, die ein Ausnahme zulassen. Mindestens nämlich steht dem Hausfriedensbruch das Interesse der Öffentlichkeit gegenüber zu erfahren, was sie auf dem Teller hat. Diese Information benötigt sie, um sich für oder gegen eine bestimmte (Kauf)handlung, ja vielleicht sogar eine bestimmte Lebensführung entscheiden zu können.

Auch der Gelügelzüchter hat grundsätzlich ein Interesse an solcher Art Informationen, denn mit Sicherheit hat er ein Interesse an einer selbstbestimmten Lebensführung. Hier handelt es sich also um eine Situation x, in der eine rationale und unparteiliche Abwägung in Anbetracht der Fakten zu einer Erlaubnis der Ausnahmen vom Gebot der Rechtstreue gelangen und diese auch öffentlich vertreten kann.

Auch die Gegenprobe aufs Taxifahrerbeispiel hält: ausgeschlossen dass gegenüber einer rationalen unparteilichen Öffentlichkeit gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (und nichts anderes ist der Antisemitismus) gerechtfertigt werden kann.

Moralisch falsch ist das Eindringen in Ställe und Schlachthöfe und die heimliche Dokumentation von Qualzucht und -schlachtung also wahrscheinlich nicht. Aber wie sieht es rechtlich aus?

Und jetzt kommt die gute Nachricht: die deutschen Gerichte verneinen inzwischen die Illegalität zumindest der Verbreitung der Dokumentation solcher Tierquälerei: So wurde 2009 die Klage eines Hühnereierproduzenten auf Unterlassung und Schadensersatzfeststellung gegen eine Tierschutzorganisation vom Landgericht Hamburg abgewiesen, mit der Begründung, es handele sich bei der Dokumentation „um wahre Tatsachenbehauptungen“ (womit, wie Juristen versichern, ein Unterlassungsanspruch z.B. nach § 1004 BGB, der unwahre Tatsachenbehauptungen verlangt, schon mal wegfällt) und es stellte weiter fest, dass das „öffentliche Informationsinteresse an den angegriffenen Äußerungen überwog. Zwar beruhte die Recherche des Beklagten auf einem zu Lasten der Klägerin begangenen Hausfriedensbruch. Aber auch rechtswidrig erlangte Informationen fallen in den Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 GG. Diese können dann veröffentlicht werden, wenn ihr Informationsdienst im konkreten Einzelfall schwerer wiegt als die durch ihre Beschaffung begangene Rechtsverletzung.“ Bei Art. 5 Abs. 1 GG handelt es sich übrigens um den Grundgesetzparagraphen zur Meinungs- und Pressefreiheit, der mit dem schönen apodiktischen Satz endet „Eine Zensur findet nicht statt.“

Darüber hinaus erklärte das Gericht, es handele sich bei der angegriffenen Berichterstattung um einen wesentlichen Beitrag zum geistigen Meinungskampf in einer die Öffentlichkeit wesentlich berührenden Frage. Hühnereier zählten für weite Bevölkerungskreise zu den wesentlichen Nahrungsmitteln. Daher bestehe für die Öffentlichkeit ein überragendes Interesse daran zu erfahren, unter welchen Bedingungen Hühnereier produziert werden, um sich auf dieser Grundlage etwa eine Einschätzung darüber bilden zu können, ob man den Verzehr von Hühnereiern unter hygienischen, aber auch ethischen Bedingungen weiterhin für tragbar hält.

Soviel zur Veröffentlichung der Dokumente. Aber wie steht es mit dem Hausfriedensbruch, der zwar für die Dokumentation notwendig war, aber selbst nicht unter Art. 5 GG fällt?

Hier ein Verfahren in einem anderen Fall (in dem heimlich eine Schweinezucht gefilmt wurde): aufgrund einer Selbstanzeige der Tierschützer wurde von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgesehen und die Anzeige des Betreibers gegen die Tierschützer wurde aufgrund von mangelndem öffentlichen Interesse eingestellt.

Es ist also offiziell: wir dürfen ansehen, was wir essen. Wir sollten es dann auch tun!

 

 

 

BBQ-Soße, Produktion KW 21

Rhabarber mit Kräutern auf Brett
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Liebe Freunde der Bremer Bio-Manufaktur,

diese Woche (ab dem 19.05.) produzieren wir noch einmal unsere Rhabarber-BBQ-Soße.

Wer ein Produkt aus der Produktion dieser Kalenderwoche gekauft hat, wird von dem QR-Code auf dem Booklet, oder dem Link unter dem QR-Code auf diesen Post geleitet. Hier werden Sie über die Herkunft der Waren informiert. Adressen und Links – soweit vorhanden – der wichtigsten Lieferanten und Produzenten sind unten aufgeführt.

Es folgen die Nachweise der Zutaten und eine Liste der Lieferanten und Produzenten.

Rhabarber: Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen. Produzent ist Nils Hoting.

Zucker: Lieferant ist die Firma “Kornkraft”. Produzent ist “Global Organics”. Es handelt sich um Roh-Rohrzucker aus Brasilien.

Schalotten: Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen. Produzent ist der Auehof Reese.

Knoblauch: Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen. Produzent ist Vieux Pointet, Organic Product.

Salz: Lieferant und Produzent ist die Firma “Kornkraft”. Es handelt sich um Atlantik-Meersalz aus Portugal.

Lorbeerblätter: Lieferant ist die Firma “Kornkraft”. Produzent ist Sonnentor. Das Produkt stammt aus Albanien.

Kreuzkümmel: Lieferant ist der Bioladen Lesmona. Produzent ist Lebensbaum. Das Produkt stammt aus der Türkei.

Piment: Lieferant ist der Bioladen Lesmona. Produzent ist Sonnentor. Das Produkt stammt aus Mexiko.

Pfeffer, schwarz: Lieferant ist die Firma “Kornkraft”. Produzent ist Lebensbaum. Das Produkt stammt aus Sri Lanka.

Kardamom: Lieferant ist die Firma “Kornkraft”. Produzent ist Lebensbaum. Das Produkt stammt aus Guatemala.

Muskatnuss: Lieferant ist die Firma “Kornkraft”. Produzent ist Lebensbaum. Das Produkt stammt aus Sri Lanka.

Weißer Balsamessig: Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen. Produzent ist die Masseria San Vicario. Das Produkt stammt aus Italien.

Adressen und Websites der Lieferanten und Produzenten

Auehof Reese; Reese 5; 31595 Steyerberg.

Global Organics

Kornkraft Naturkost; Am Forst 32-37; 26197 Großenkneten.

Lebensbaum; Ulrich Walter GmbH, Dr.-Jürgen-Ulderup-Straße 12, 49356 Diepholz.

Masseria San Vicario; Kaiser-Friedrich-Promenade 91 – D-61348 Bad Homburg.

Naturkost Kontor Bremen; Am Waller Freihafen 1; 28217 Bremen.

Nils Hoting, 31609 Balge.

SONNENTOR Kräuterhandelsgesellschaft mbH, Sprögnitz 10, 3910 Zwettl, Österreich.

Vieux Pointet, Organic Product, 908 Chemin du Petit Hôpital, F-84800 L ‚Isle sur la Sorgue.

 

BBQ-Soße. Produktion KW 20

Rhabarber auf Brett
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Liebe Freunde der Bremer Bio-Manufaktur,

die Grillsaison beginnt! Deshalb beginnen wir diese Woche (ab dem 12.05.) mit der Produktion unserer Barbecue-Soße aus den Zutaten der Saison.

Wer ein Produkt aus der Produktion dieser Kalenderwoche gekauft hat, wird von dem QR-Code auf dem Booklet, oder dem Link unter dem QR-Code auf diesen Post geleitet. Hier werden Sie über die Herkunft der Waren informiert. Adressen und Links – soweit vorhanden – der wichtigsten Lieferanten und Produzenten sind unten aufgeführt.

Es folgen die Nachweise der Zutaten und eine Liste der Lieferanten und Produzenten.

Rhabarber: Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen. Produzent ist Nils Hoting.

Zucker: Lieferant ist die Firma “Kornkraft”. Produzent ist “Global Organics”. Es handelt sich um Roh-Rohrzucker aus Brasilien.

Schalotten: Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen. Produzent ist der Auehof Reese.

Knoblauch: Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen. Produzent ist Vieux Pointet, Organic Product.

Salz: Lieferant und Produzent ist die Firma “Kornkraft”. Es handelt sich um Atlantik-Meersalz aus Portugal.

Lorbeerblätter: Lieferant ist die Firma “Kornkraft”. Produzent ist Sonnentor. Das Produkt stammt aus Albanien.

Kreuzkümmel: Lieferant ist der Bioladen Lesmona. Produzent ist Lebensbaum. Das Produkt stammt aus der Türkei.

Piment: Lieferant ist der Bioladen Lesmona. Produzent ist Sonnentor. Das Produkt stammt aus Mexiko.

Pfeffer, schwarz: Lieferant ist die Firma “Kornkraft”. Produzent ist Lebensbaum. Das Produkt stammt aus Sri Lanka.

Kardamom: Lieferant ist die Firma “Kornkraft”. Produzent ist Lebensbaum. Das Produkt stammt aus Guatemala.

Muskatnuss: Lieferant ist die Firma “Kornkraft”. Produzent ist Lebensbaum. Das Produkt stammt aus Sri Lanka.

Weißer Balsamessig: Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen. Produzent ist die Masseria San Vicario. Das Produkt stammt aus Italien.

Adressen und Websites der Lieferanten und Produzenten

Auehof Reese; Reese 5; 31595 Steyerberg.

Global Organics

Kornkraft Naturkost; Am Forst 32-37; 26197 Großenkneten.

Lebensbaum; Ulrich Walter GmbH, Dr.-Jürgen-Ulderup-Straße 12, 49356 Diepholz.

Masseria San Vicario; Kaiser-Friedrich-Promenade 91 – D-61348 Bad Homburg.

Naturkost Kontor Bremen; Am Waller Freihafen 1; 28217 Bremen.

Nils Hoting, 31609 Balge.

SONNENTOR Kräuterhandelsgesellschaft mbH, Sprögnitz 10, 3910 Zwettl, Österreich.

Vieux Pointet, Organic Product, 908 Chemin du Petit Hôpital, F-84800 L ‚Isle sur la Sorgue.

 

Rezept für Apfel-Ingwer-Salpikon: Apfelmuffins mit Vanillesoße

Apfelmuffin mit Vanillesoße
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Liebe Freunde der Bremer Bio-Manufaktur,

Sie können unser Apfelsalpikon natürlich auch einfach zu Früchtequark verarbeiten. Wem das zu einfach ist, findet vielleicht an dem folgenden Rezept Gefallen:

Apfelmuffins mit Vanillesoße

Muffins werden, meiner Erfahrung nach, schnell zu trocken. Beim folgenden Rezept kann das nicht passieren, da unser Apfelsalpikon für Cremigkeit sorgt.

Wenn Sie die Muffins lauwarm mit Vanillesoße servieren, haben Sie ein schönes Dessert.

Zutaten für die Apfelmuffins

1 kl. Glas Apfelsalpikon (250g)

1 Ei (verquirlt)

1 EL Walnussöl

250g Schmand

200g Mehl

50g Haferflocken (fein)

2 TL Backpulver

50g Rohrzucker

Muffin Papierbackförmchen

Zubereitung

Vermischen Sie die trockenen Zutaten und die feuchten Zutaten zunächst getrennt voneinander und verrühren Sie dann beides.

Ofen auf 180°C vorheizen, Teig in die Muffinförmchen füllen (nicht ganz voll) und die Muffins ca. 25 min. backen.

Muffins abkühlen lassen. Währenddessen die Vanillesoße zubereiten.

Zutaten für die Vanillesoße

1/2 l Milch

1 Stange Vanille

15g Speisestärke

2 Eigelb

Prise Salz

60g Zucker

Zubereitung

Vanilleschote längs halbieren, die Vanille auskratzen und alles (inklusive der halben Schoten) in die Milch geben.

Milch mit der Hälfte des Zuckers, und dem Salz erhitzen. Dabei immer wieder umrühren, damit keine Haut entsteht.

Die Eigelb mit dem Rest des Zuckers in einer Rührschüssel schaumig schlagen. Die Speisestärke einrühren.

Die heiße Milch nach und nach unter die Eimasse rühren. Die Masse wieder in den Topf geben und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen noch einmal erhitzen. Kurz vor dem Siedepunkt  wird die Masse cremig.

Vanillesoße sofort zurück in die Rührschüssel geben, damit der Garprozess unterbrochen wird.

Vor dem Servieren die Vanillestange entfernen.

Viel Spaß beim Zubereiten und genießen!

 

 

 

 

Tipp der Woche: Paprika pellen

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Liebe Freunde der Bremer Bio-Manufaktur,

geröstete und gepellte Paprika ist vielfältig verwendbar. Einfach in Öl und Knoblauch einlegen und man hat einen Antipasti-Klassiker. Gewürfelt und mit Kräutern, Olivenöl und Knoblauch vermischt ergibt sie ein leckeres Crostada-Topping. In eine Beurre blanc eingemixt entsteht eine farbschöne Paprikasoße (mit verschiedenen Farben kann ein beeindruckender Soßenspiegel – hier einige Beispiele – gestaltet werden).

Geröstet werden die Paprika am besten unter dem Ofengrill. Dabei sollten die Paprika entkernt, gewaschen und der Länge nach geachtelt werden. Dann möglichst flach auf ein Blech mit der Schale nach oben unter den sehr heißen Grill platzieren. (Deshalb auch achteln: nimmt man z.B. Paprika-Hälften, verbrennt der obere Teil der Wölbung, der sich näher am Grill befindet, während die auf dem Blech liegenden Kanten noch ganz roh sind und sich die Haut dort nicht abziehen lässt).

Nach einigen Minuten unter dem Grill sollte die Haut relativ gleichmäßig geschwärzt sein – nicht erschrecken, das Paprikafleisch ist dann höchstens leicht angeröstet.

Jetzt mein Spezialtipp: geben Sie die heißen Paprikascheiben in einen Gefrierbeutel und verschließen ihn locker, indem Sie die Öffnung einmal umschlagen. In dem entstehenden Wasserdampf löst sich die Haut, die sich dann einfach abziehen lässt, wenn die Paprika auf eine lauwarme Temperatur abgekühlt ist.

Wollen Sie Antipasti herstellen, sollte die Paprika dann direkt eingelegt werden. Durch die Restwärme zieht sie besondern gut durch.

Viel Spaß beim Ausprobieren!