Der Flavor des Comté

BBQ-Soße, Käse, Kräuter
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Liebe Freunde der Bremer Bio-Manufaktur,

das kulinarische Konzept der Flavor-Matrix (alternativ: Konzept kommunizierender Räume) wurde bereits in einem anderen Beitrag auf diesem Blog skizziert. Es wurde davon ausgegangen, dass alle kreativen kulinarischen Bemühungen, bewusst oder unbewusst auf die Herstellung von Harmonie und Tiefe abzielen. Unter Harmonie wird dabei nicht etwa eine Vereinheitlichung oder Glättung von Geschmäckern verstanden, sondern deren Anschlussfähigkeit. Tiefe entsteht, wenn möglichst disparate Elemente harmonisch einander angeschlossen werden.

Mit dem Begriff „Flavor“ wird hier die Gesamtheit eines Geschmackserlebnisses bezeichnet. Der Flavor setzt sich aus den Geschmacksrichtungen zusammen (süß, sauer, salzig, bitter, würzig (umami), fettig), die über die Geschmacksrezeptoren im Mundraum wahrgenommen werden, den Aromen (fruchtige, holzartige, rauchige, mineralische etc.), die über Rezeptoren in der Nase aufgenommen werden, aber auch dem Mundgefühl (weich, glitschig, staubig etc.), der Temperatur (kalt, warm, heiß), der Haptik, der Optik und der Akustik und anderen Elementen.

Die einzelnen Ausprägungen dieser Elemente können so verstanden werden, dass sie einen Raum aufspannen (dass also Tiefe entsteht), der sich allerdings auf einer Zeitachse verändert (Heißes kühlt im Mund ab, Geschmäcker und Aromen entfalten sich oder entschwinden etc.). Mathematisch kann von einer Matrix gesprochen werden, in der auch die Zeit als Vektor integriert ist.

Jedes Lebensmittel spannt einen solchen Geschmacksraum auf. Die Lebensmittel können kombiniert werden (harmonieren), wenn es Berührungspunkte ihrer Geschmacksräume gibt. Man kann sich vorstellen, wie man nur dann von Raum zu Raum gehen kann, wenn es Verbindungstüren gibt, oder man stellt sich die Verbindung verschiedener Matrizen vor. Diese Berührungspunkte bestehen aus sich ergänzenden Flavor-Elementen. Das kann die Kombination ähnlicher Elemente sein – z.B. Bitterstoffe mit Bitterstoffen – oder harmonierender gegensätzlicher Elemente wie Süße und Säure.

Natürlich können sich Flavor-Räume auch überlagern. Dann kann u.U. ein interessanter Blending-Effekt entstehen, oder einer der Räume dominiert so stark, dass der andere vollständig verdeckt wird.

Man kann Flavor-Räume auch harmonisieren, entweder indem man den Raum eines der Lebensmittel verändert z.B. durch Anrösten, oder indem man ein weiteres Lebensmittel als Translator oder Verbindungsraum zwischenschaltet.

So weit, so abstrakt. Aber für die Bremer Bio-Manufaktur als Genuss-Produzent, ist natürlich die Praxis entscheidend. Und so bin ich zu Michael Nußbaum gegangen, unserem lokalen Händler von Bio-Rohmilchkäsen, und habe ihn nach einem Käse mit einem besonders vielfältigen Geschmacksraum gefragt, denn Käse ist eines der Lebensmittel mit dem größten Entfaltungspotenzial und der größten Vielfalt an Flavor-Elementen.

Die Idee: kombiniert man die unterschiedlichen Soßen und Toppings aus unserer Produktion, wie das Birnensamt, das Backzwetschgen-Sugo, die BBQ-Soße oder die Topinambur-Terrine mit einem solchen Käse, können die Veränderungen der Flavor-Räume erfahrbar gemacht werden. Man kann nachvollziehen, wie die fruchtigen Elemente in den Vordergrund treten oder die cremigen, die mineralischen oder die säurehaltigen, je nach der kombinierten Soße. Man kann nachspüren, welche Veränderungen beim Genuss einer der Käse-Soße Kombinationen stattfinden, wenn man sie riecht, wenn man sie in den Mund nimmt, wenn man sie kaut, wenn man sie schluckt, Veränderungen der Aromen, der Textur, des Mundgefühls. Entwickelt sich Schärfe oder Säure? Wird es süßer oder würziger? Schmeckt man Haselnuss oder Gras?

Michael hört sich das Konzept und die Aufgabenstellung an. Dann sagte er: „Comté“.

Der Comté entlehnt seinen Namen der Franche-Comté, einer Region im nördlichen Osten Frankreichs. Hier wird der Rohmilchkäse aus der Milch nur einer einzigen Kuhrasse gewonnen, der Montbéliard; übrigens, wie es sich gehört, eine Zweinutzungsrasse.

Einmalig ist die Qualitätskontrolle. Jeder einzelne Käselaib, der den Reifekeller verlässt, wird von einer Expertenjury nach Geschmack, Beschaffenheit, Löchern, Rinde und Form beurteilt. Dabei können maximal 20 Punkte erreicht werden. Und nur die Käselaibe mit über 15 Punkten erhalten die grüne „COMTÉ Extra“ Banderole, bei 12 bis 15 Punkten ist die Banderole braun. Alles, was unter 12 Punkten liegt, ist Käse, aber eben kein Comté.

Michael gibt mir also ein Stück Comté, und man riecht und schmeckt eine überraschende Vielfalt. Es dominieren die Gras und Zitrusnoten, ein Aroma frischer Milch und Blütenhonig ist wahrzunehmen. Etwas Karamel, aber dezent im Hintergrund. Die Konsistenz ist cremig-weich.

„Ist noch ein junger Käse“ schließe ich aus dieser Kombination, aber Michael muss mich korrigieren. Dieser Käse hat schon ein volles Jahr Reifezeit hinter sich. „Gute Käse reifen langsam“, bemerkt er. Und dann rückt er mit einer Begründung des Flavor-Raums dieses Comtés heraus, die jedes kulinarisch interessierte Herz höher schlagen lässt. Der von mir verkostete Comté war nämlich aus der Frühjahrs-Produktion. Hergestellt im Mai, nachdem die Kühe seit etwa einem Monat auf der Weide stehen, die frischen Kräuter und Gräser des Frühlings gekostet und Milch gegeben haben, die von den Aromen junger Wiesenpflanzen geprägt ist.

Ganz anders ein Herbst-Comté. Hier sind noch die Sommerblüten zu schmecken, aber zunehmend die Röstaromen gedörrter Kräuter und Gräser. Röstmandeln und schwarze Schokolade, Trockenfrüchte und Haselnuss dominieren. Dies ist ein Käse, dem man Zeit geben muss. Denn beim jungen Käse von 6-8 Monaten, stehen die einzelnen Elemente noch recht unverbunden nebeneinander.

Auch die Luft übt ihren Einfluss aus. Die Luft, der die Milch beim Melken, besonders aber der Käse beim Reifen ausgesetzt ist, unterscheidet sich in den Jahreszeiten. Andere Bakterien, andere Aromen. All das ist zu schmecken.

Und noch etwas ist zu beachten. Die Käserei. Welche Milch wird ausgewählt, wie wird sie behandelt, wie verläuft die Reife und die Pflege der Laibe? Der Käsemeister ist für die Qualität eines Käses so entscheidend, wie der Winzer für die Qualität eines Weines. Michael erzählt von zugekaufter Milch und Fehltönen im Käse. Von dem Einfluss der Rinde auf den Geschmack und dem Einfluss der Meisters auf die Rinde.

Unser Käse stammte aus der Käserei Marcel Petite, benannt nach dem Gründer, dessen Enkel Lionel inzwischen die Unternehmensleitung übernommen hat. Aber es war noch der Gründer selbst, der 1972 seine Käserei auf Bio umgestellt hat. Seit Jahren bezieht das Unternehmen die Milch hauptsächlich von vier kleinen Sennereien, die in der Lage sind, gleichbleibende Milchqualität zu liefern. Denn es ist die Milchqualität, die am Ende über die Qualität des Käses entscheidet.

Und all das ist zu schmecken.

Man kann noch weiter gehen mit der Geschmacksdifferenzierung. Welche Temperatur hat das Stück? Ist es aus dem Zentrum des Laibs oder der Peripherie, aus Rindennähe oder nicht?

Klar ist, die Verkostung eines Comtés ist ein Abenteuerspielplatz. Besonders wenn man Kombinationen herstellt mit Frucht und Säure, mit Süße und Nussigkeit, mit Röst- und Kräuertaromen. Die Bremer Bio-Manufaktur kann helfen.

Und damit sind wir wieder bei unseren Anfangsüberlegungen. Der komplexe Flavor-Raum des Comté bietet jede Menge Anschlussmöglichkeiten für weitere Geschmacksräume, so dass sehr viel Tiefe erzeugt werden kann.

Probieren Sie z.B. einen Frühlingscomté mit Birnensamt und einen Herbstcomté mit Topinamburterrine. Dann anders herum. Sie werden merken, was mit Anschlussfähigkeit gemeint ist. Dann probieren Sie den Frühlingscomté wieder mit der Topinamburterrine aber essen dazu ein Orangenfilet oder eine rote Traube, die als Translatoren dienen. Sie haben die Kombination harmonisiert – indem Sie einen dritten Flavor-Raum zwischengeschaltet haben – und Sie haben eine größere Tiefe erzeugt, als mit der einfachen Kombination von Käse und Terrine.

Um nicht als parteiisch dazustehen (was wir natürlich sind), ein überraschender Vorschlag, der inzwischen ein moderner Klassiker ist und die Tiefe, in die man mit dem Comté gehen kann, besonders gut repräsentiert: Schokoladenzabayon mit Comté:

Man gebe 60ml kaltes Wasser in eine Metallschüssel und rühre mit einem Schneebesen einen TL Cacaopulver hinein. Dann 4 Eigelb, 50g Zucker, eine kleine Prise Salz und etwas Zimt und Vanille, vielleicht noch etwas Muskat und Piment. Alles gut mit dem Schneebesen verrühren, dann auf einem Wasserbad, das nicht kochen sollte, ca. 15 Minuten lang schaumig schlagen, bis die gesamte Masse bindet. Das wars schon. Jetzt ein Stück Herbstcomté in fingerdicke Streifen schneiden, in das Zabayon tauchen und probieren.

Versuchen Sie noch weitere Flavor-Räume anzuschließen, z.B. Thymian oder Basilikum – vielleicht sogar leicht angerösteten (und damit in seinem Flavor-Raum veränderten) Knoblauch. Oder natürlich unser Backzwetschgen-Sugo 🙂

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren!

 

 

 

Rezept für Birnensamt: Bircher Müsli

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Liebe Freunde der Bremer Bio-Manufaktur,

das Wort „Müsli“ stammt aus dem Schweizerdeutschen und ist die Verkleinerungsform von Mus. Die cremige Konsistenz des Bircher Müsli entspricht also der Grundidee eines Müsli. Außerdem ist es lecker, besonders in der Variante der Bremer Bio-Manufaktur. Und das ist ja die Hauptsache!

Die Bremer Bio-Manufaktur wünscht viel Spaß beim ausprobieren!

Zutaten

125 ml     Milch

125 g     Joghurt

65 ml        Sahne

2 EL        Rosinen

25 g        Honig

25 g        Zucker

Prise Salz

65 g        Haselnüsse, gerieben

25 g        Haferflocken

1/2          Zitrone: Saft und feine Zesten

250g      Äpfel

1 kl. Glas (150g) Birnensamt

kleine Blätter Basilikum

Zubereitung

Alle Zutaten, bis auf die letzten drei, in eine Schüssel geben, gut vermischen und einen Tag im Kühlschrank ziehen lassen. Dann die Äpfel grob reiben und unterheben. In Dessertschalen anrichten, je einen Löffel Birnensamt darauf geben und mit Basilikum dekorieren.

Guten Appetit!

Birnensamt; Produktion KW 47, 2014

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Liebe Freunde der Bremer Bio-Manufaktur,

diese Woche produzieren wir noch einmal unser Birnensamt.

Wer ein Produkt aus der Produktion dieser Kalenderwoche gekauft hat, wird von dem QR-Code auf dem Booklet, oder dem Link unter dem QR-Code auf diesen Post geleitet. Hier werden Sie über die Herkunft der Waren informiert. Adressen und Links – soweit vorhanden – der wichtigsten Lieferanten und Produzenten sind unten aufgeführt.

Es folgen die Nachweise der Zutaten und eine Liste der Lieferanten und Produzenten.

Birnen: Produzent ist der Obsthof Schaeper; Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen.

Birnensaft: Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen. Produzent ist die Firma Voelkel.

Zucker: Lieferant ist die Firma „Kornkraft“. Produzent ist „San Isidro“, eine Firma von „Coarzucar“. Es handelt sich um Roh-Rohrzucker aus Argentinien.

Stangen Vanille: Lieferant die ALECO GmbH. Produzent ist Rapunzel. Das Produkt stammt von den Komoren.

Salz: Lieferant und Produzent ist die Firma “Kornkraft”. Es handelt sich um Atlantik-Meersalz aus Portugal.

Zitronen: Produzent ist AZAHAR, das Produkt stammt aus Spanien. Lieferant die ALECO GmbH.

Basilikum: Produzent ist das Bioland Kräutergut. Lieferant die ALECO GmbH

Adressen und Websites der Lieferanten und Produzenten

ALECO GmbH; Hindenburgstr. 36; 28717 Bremen.

Bioland Kräutergut, Moosfeldweg 8, 90427 Nürnberg.

Ingenio y destilería San Isidro; Sargento Cabral (no number) – Campo Santo
(Provincia de Salta, Argentina)

Kornkraft Naturkost; Am Forst 32-37; 26197 Großenkneten.

Naturkost Kontor Bremen; Am Waller Freihafen 1; 28217 Bremen.

Papunzel Naturkost; Rapunzelstraße 1, D – 87764 Legau.

Obsthof Schaeper; Ostedeich, rechts der Oste 11, 21784 Geversdorf.

Voelkel Naturkostsäfte; Voelkel GmbH, Fährstr. 1, D-29478 Höhbeck / OT Pevestorf.

Birnensamt; Produktion KW 44, 2014

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Liebe Freunde der Bremer Bio-Manufaktur,

diese Woche produzieren wir noch einmal unser Birnensamt.

Wer ein Produkt aus der Produktion dieser Kalenderwoche gekauft hat, wird von dem QR-Code auf dem Booklet, oder dem Link unter dem QR-Code auf diesen Post geleitet. Hier werden Sie über die Herkunft der Waren informiert. Adressen und Links – soweit vorhanden – der wichtigsten Lieferanten und Produzenten sind unten aufgeführt.

Es folgen die Nachweise der Zutaten und eine Liste der Lieferanten und Produzenten.

Birnen: Produzent ist der Obsthof Schaeper; Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen.

Birnensaft: Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen. Produzent ist die Firma Voelkel.

Zucker: Lieferant ist die Firma „Kornkraft“. Produzent ist „San Isidro“, eine Firma von „Coarzucar“. Es handelt sich um Roh-Rohrzucker aus Argentinien.

Stangen Vanille: Lieferant die ALECO GmbH. Produzent ist Rapunzel. Das Produkt stammt von den Komoren.

Salz: Lieferant und Produzent ist die Firma “Kornkraft”. Es handelt sich um Atlantik-Meersalz aus Portugal.

Zitronen: Produzent ist El Lomo, das Produkt stammt aus Spanien. Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen.

Basilikum: Produzent ist die GBZ Papenburg. Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen.

Adressen und Websites der Lieferanten und Produzenten

ALECO GmbH; Hindenburgstr. 36; 28717 Bremen.

El Lomo, Av. Holanda Parc 3.9 (Pol ind Las Salinas) 30840 Alhama de Murcia.

GBZ Papenburg, Schulze-Delitzsch-Straße 10, 26871 Papenburg.

Ingenio y destilería San Isidro; Sargento Cabral (no number) – Campo Santo
(Provincia de Salta, Argentina)

Kornkraft Naturkost; Am Forst 32-37; 26197 Großenkneten.

Naturkost Kontor Bremen; Am Waller Freihafen 1; 28217 Bremen.

Papunzel Naturkost; Rapunzelstraße 1, D – 87764 Legau.

Obsthof Schaeper; Ostedeich, rechts der Oste 11, 21784 Geversdorf.

Voelkel Naturkostsäfte; Voelkel GmbH, Fährstr. 1, D-29478 Höhbeck / OT Pevestorf.

Rezept für Birnensamt: Sommersalat

Salat mit Birnensamt
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Liebe Freunde der Bremer Bio-Manufaktur,

vorwiegend ist unser Birnensamt als Dessertsoße gedacht. Aber da in der Bremer Bio-Manufaktur gerne einmal quergedacht wird, haben wir auch für dieses Produkt eine andere Verwendung gefunden. Unser Vorschlag: Rucolasalat mit Kirschtomaten und geröstetem Knoblauch, dem unser Birnensamt eine fruchtige Note verleiht.

Sie benötigen:

2 Bund Rucolasalat

100g Kirschtomaten

1 Zehe Knoblauch mit Schale

1 TL dunkler Balsamicoessig

1 EL Olivenöl zum Braten

2 EL Olivenöl, kaltgepresst, für Salate

1 Msp. gekörnter Senf

Salz, Pfeffer, Muskat

1 kl. Glas Birnensamt

 

Zubereitung:

Geben Sie das Olivenöl zum Braten und eine kleine Pfanne. Pressen Sie die Knoblauchzehe kurz an, so dass die Schale etwas aufplatzt, aber die Zehe nicht zerquetscht (vgl. Tipp der Woche). Rösten Sie die Knoblauchzehe in dem Olivenöl auf beiden Seiten an, bis sie goldbraun ist. Dadurch erzeugen Sie ein Röstaroma, der Knoblauch wird aber nicht bitter, wie es beim Braten der Knoblauchzehe ohne die Schale der Fall wäre. Stellen Sie die Pfanne zur Seite und lassen den Knoblauch auskühlen.

Entfernen Sie die Stiele vom Rucolasalat und falls vorhanden das Grün von den Kirschtomaten und waschen und trocknen beides. Halbieren Sie die Kirschtomaten.

Für das Dressing nehmen Sie aus dem Glas Birnensamt 1 TL möglichst ohne Birnenstücke heraus und geben ihn zusammen mit dem Senf, dem Salat-Olivenöl, dem Balsamico, dem Salz und den Gewürzen und eine Salatschüssel und rühren mit einem Schneebesen eine Emulsion. Das Dressing gut abschmecken: es sollte etwas übersalzen sein, da ja alle Salatzutaten damit gewürzt werden sollen. Pellen Sie die ausgekühlte Knoblauchzehe und schneiden sie in feine Scheiben oder Würfel und geben den Knoblauch zusammen mit dem Rucolasalat und den Kirschtomaten in die Salatschüssel. Alles gut durchmischen, damit das Dressing gleichmäßig verteilt wird.

Salat auf einem Teller anrichten und mit Birnenstücken aus dem Birnensamt nappieren.

Dazu passt gebuttertes Landbrot.

Guten Appetit!

 

 

Birnensamt; Produktion KW 38, 2014

Birnensamt im Glas mit Deko
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Liebe Freunde der Bremer Bio-Manufaktur,

diese Woche produzieren wir noch einmal unser Birnensamt.

Wer ein Produkt aus der Produktion dieser Kalenderwoche gekauft hat, wird von dem QR-Code auf dem Booklet, oder dem Link unter dem QR-Code auf diesen Post geleitet. Hier werden Sie über die Herkunft der Waren informiert. Adressen und Links – soweit vorhanden – der wichtigsten Lieferanten und Produzenten sind unten aufgeführt.

Es folgen die Nachweise der Zutaten und eine Liste der Lieferanten und Produzenten.

Birnen: Produzent ist der Obsthof Schaeper; Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen.

Birnensaft: Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen. Produzent ist die Firma Voelkel.

Zucker: Lieferant ist die Firma “Kornkraft”. Produzent ist “Global Organics”. Es handelt sich um Roh-Rohrzucker aus Brasilien.

Stangen Vanille: Lieferant die ALECO GmbH. Produzent ist Rapunzel. Das Produkt stammt von den Komoren.

Salz: Lieferant und Produzent ist die Firma “Kornkraft”. Es handelt sich um Atlantik-Meersalz aus Portugal.

Zitronen: Produzent ist El Lomo, das Produkt stammt aus Spanien. Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen.

Basilikum: Produzent ist die GBZ Papenburg. Lieferant ist das Naturkost Kontor Bremen.

Adressen und Websites der Lieferanten und Produzenten

ALECO GmbH; Hindenburgstr. 36; 28717 Bremen.

El Lomo, Av. Holanda Parc 3.9 (Pol ind Las Salinas) 30840 Alhama de Murcia.

GBZ Papenburg, Schulze-Delitzsch-Straße 10, 26871 Papenburg.

Global Organics

Kornkraft Naturkost; Am Forst 32-37; 26197 Großenkneten.

Naturkost Kontor Bremen; Am Waller Freihafen 1; 28217 Bremen.

Papunzel Naturkost; Rapunzelstraße 1, D – 87764 Legau.

Obsthof Schaeper; Ostedeich, rechts der Oste 11, 21784 Geversdorf.

Voelkel Naturkostsäfte; Voelkel GmbH, Fährstr. 1, D-29478 Höhbeck / OT Pevestorf.

Rezept für Birnensamt: Bayerische Creme mit Basilikum

Basilikumcreme mit Birnensamt
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Liebe Freunde der Bremer Bio-Manufaktur,

die Bayerische Creme – oder Crème bavaroise – ist ein Süßspeisen-Klassiker. Der Name sollte allerdings nicht zu der Annahme verleiten, dass es sich um eine bayerische Erfindung handelt, denn der Name „Bavaroise“ tauchte in französischen Kochbüchern schon auf, als in deutschen von einer bayerischen Creme noch keine Rede war.

Es handelt sich um eine Sahnecreme mit Eigelb, Milch, Vanille, Zucker und Gelantine, die nahezu beliebig um weitere Geschmackskomponenten ergänzt werden kann. Die hier vorgestellte Version mit Basilikum wurde ausgewählt, weil mit ihr die leichte Basilikumnote des Birnensamtes der Bremer Bio-Manufaktur aufgenommen wird (zur Anschlussfähigkeit von Aromen vgl. den Beitrag „Kochen mit Harmonie und Tiefe„).

Für die Creme benötigen Sie:

1/2l Milch

5 Eigelb

150g Zucker

1 Prise Salz

1 Vanilleschote

7 Blatt Gelantine oder eine entsprechende Menge Agar Agar o.ä.

2-4 Blätter Basilikum (je nach Größe)

1/2l Schlagsahne

 

Die Creme wird wie folgt zubereitet:

Gelantine in kaltem Wasser einweichen.

Vanillestange halbieren und das Mark auskratzen. Mark und Stange mit dem Salz zur Milch geben und alles erhitzen. Immer mal wieder durchrühren, damit keine Haut entsteht.

Währenddessen in einer Schüssel die Eigelbe mit dem Zucker cremig rühren. Die erhitzte Milch (inklusive Vanilleschote) vorsichtig in die Eiercreme rühren, alles zurück in den Topf geben und auf kleiner Flamme oder in einem Wasserbad zur Creme abziehen, d.h. mit einem Spatel oder Schneebesen konstant rühren, bis die Masse genügend erhitzt ist, so dass eine Creme entsteht. Dabei nicht aufkochen, da das Ei sonst klumpt. Dieser Vorgang dauert eine Weile und man sollte darauf achten, dass wirklich die gesamte Flüssigkeit gebunden ist und nicht nur oben der Eischaum auf der noch flüssigen Milch aufliegt.

Die Creme unter rühren vom Herd nehmen und die Vanillestange entfernen. Die Gelantineblätter ausdrücken und unter die Creme rühren. Die Creme wieder in die Schüssel umfüllen. Die Masse erkalten lassen und dabei gelegentlich umrühren. Währenddessen die Sahne steif schlagen. Wenn die Masse nur noch lauwarm ist und Anzeichen zu sehen sind, dass sie anfängt zu gelieren, das Basilikum in feine Streifen schneiden und zur Creme geben, dann nach und nach die geschlagene Sahne unterheben. Dabei nimmt man pro Unterheben 1/3 der Sahne, wobei das erste Drittel noch stark zerläuft, aber die Creme runterkühlt, so dass der Rest der Sahne beim Unterheben locker bleibt, und die Creme sehr schnell stockt.

Die Creme abdecken und im Kühlschrank einige Stunden ruhen lassen.

Creme zusammen mit dem Bremer Bio-Manufaktur Birnensamt servieren (z.B. wie auf dem Beitragsbild).

Guten Appetit!